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Vorankündigung für 2012 – 2013
Bioenergetisch-Analytische Traumatherapie
Das bioenergetisch-analytische Konzept der Traumatherapie beruht auf einer Weiterentwicklung der Bioenergetischen Analyse nach Alexander Lowen.
Vielfältige Forschungsergebnisse im Bereich der Neurobiologie und der Säuglingsforschung bestätigen, dass Psychotherapie und Traumatherapie in ihrer Wechselwirkung zwischen Körper, Seele und Geist verstanden werden müssen. Die ursprünglich aus der klassischen Psychoanalyse entstandene bioenergetisch-analytische Körperpsychotherapie ist „ein Weg, die Persönlichkeit vom Körper und von seinen energetischen Prozessen her zu verstehen“. (A. Lowen) Sie verknüpft körperbezogene, analytische und beziehungsorientierte Zugänge in ihrer Arbeit.
Bei der Behandlung traumatisierter Menschen haben wir es mit dissoziativen Symptomen, insbesondere mit dem Symptom des „Aus dem Körper Gehens“ zu tun. (J. Clauer/V.Heinrich) Körper, Geist und Seele wieder zu einer Einheit zu verbinden und damit die Dissoziation aufzuheben, ist deshalb Ziel jeder Traumatherapie. In den rein verbalen Therapieverfahren besteht aber die Gefahr, dass der Körper ausgeklammert wird, während in den ausschließlich körperorientierten Verfahren Worte und Bilder zu wenig Bedeutung erhalten.
Die bioenergetisch-analytische Körperpsychotherapie stellt dagegen eine Verbindung von Körperempfinden und Körperausdruck, inneren Bildern und verbalem Ausdruck her, um so die Verarbeitung und Integration eines Traumas zu ermöglichen.
Inhalte und Ziele der Weiterbildung Diese Weiterbildung der Süddeutschen Gesellschaft für Bioenergetische Analyse in bioenergetisch-analytischer Traumatherapie hat zum Ziel, die Prinzipien und Wirkungsweisen der
für die Traumatherapie relevanten Körperinterventionen sowohl bei der Posttraumatischen Belastungsstörung (ICD 10 43.1) als auch bei andauernder Persönlichkeitsänderung nach Extrembelastung (ICD 10, 62.0) vorzustellen, sie
in der Selbsterfahrung erlebbar zu machen, ihren Einsatz in einer Traumatherapie einzuüben und zu reflektieren.
Die Weiterbildung besteht aus 8 viertägigen Seminarblöcken mit je 32 Unterrichtseinheiten Seminararbeit.
Ausgebildet wird in einem Wechsel von Selbsterfahrung, ihrer Reflexion und theoretischer Wissensvermittlung. Die Weiterbildung befähigt zur Anwendung der bioenergetisch-analytischen Traumatherapie. Die Anwendung setzt eine
psychotherapeutische Ausbildung und eine Approbation als psychologische/r oder ärztliche/r PsychotherapeutIn oder die Legitimation nach dem HPG voraus.
Die Themen und Referenten der Seminarblöcke:
1. Einführung – bioenergetisch-analytische Körperarbeit in der Phase der Stabilisierung Gabriele Füting, Thomas Heinrich , Dr. Angelika Wenzel 2. Vertiefte Stabilisierung und Traumalösung bei der Posttraumatischen Belastungsstörung Gabriele Füting, Dr. Angelika Wenzel 3. Traumarekonstruktion bei andauernder Persönlichkeitsveränderung nach Extrembelastung Thomas Heinrich, Angelika 4. Traumarekonstruktion bei andauernder Persönlichkeitsveränderung nach Extrembelastung und bei Mehrfachtraumatisierungen – bioenergetisch-analytische Körperarbeit in der Phase der Integration Thomas Heinrich, Dr. Angelika Wenzel 5. Arbeit an traumatischen Erfahrungen der pränatalen, perinatalen und postnatalen Zeit Gabriele Füting, Angelika 6. Selbsterfahrung in den verschiedenen Phasen der Traumatherapie nach der bioenergetisch-analytischen Traumatherapie Gabriele Füting, Thomas Heinrich 7. Phase der Integration und Therapeutenrolle – Vorbeugung von und Hilfe bei Sekundärtraumatisierung Gabriele Füting, Thomas Heinrich 8. Fallsupervision und Abschluss Gabriele Füting, Thomas Heinrich, Dr. Angelika Wenzel
Diese 8 Seminare sind ein einheitliches Weiterbildungsprogramm und können nur als Gesamtpaket gebucht werden.
Die Akkreditierung der Weiterbildung durch die Landes psychotherapeutenkammer ist beabsichtigt.
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